Lieder im Mai

„Ein Maitag ist ein kategorischer Imperativ der Freude." (Friedrich Hebbel) 

„Wie herrlich leuchtet mir die Natur! Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur! Es dringen Blüten aus jedem Zweig und tausend Stimmen aus dem Gesträuch und Freud und Wonne aus jeder Brust. O Erd, o Sonne! O Glück, o Lust!“ Wie viele andere Dichter inspirierte der Wonnemonat Mai J. W. v. Goethe zu wunderbaren Gedichten.  

Friedrich von Hagedorn erlebt die fröhlichsten Stunden im Mai: 

„Der Nachtigall reizende Lieder
Ertönen und locken schon wieder
Die fröhlichsten Stunden ins Jahr.
Nun singet die steigende Lerche,
Nun klappern die reisenden Störche,
Nun schwatzet der gaukelnde Star.“ 

Und Friedrich Rückert formuliert es so: 

„Ich hab in mich gesogen
Den Frühling treu und lieb,
Dass er, der Welt entflogen,
Hier in der Brust mir blieb.

 Hier sind die blauen Lüfte,
Hier sind die grünen Aun,
Die Blumen hier, die Düfte,
Der blühnde Rosenzaun.“

 

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Als Paris den Zankapfel warf

Vom Beginn des trojanischen Krieges  

Der trojanische Krieg wurde durch die erste überlieferte Miss-Wahl der Menschheitsgeschichte ausgelöst, bei der zwei der drei Teilnehmerinnen richtig schlechte Verliererinnen waren und sowohl der Siegerin als auch dem einzigen Jury-Mitglied grollten. Beim einzigen Jury-Mitglied handelte es sich um den jungen trojanischen Prinzen Paris und bei seiner Entscheidung um das legendäre „Paris-Urteil“. Dieses Urteil, das in unseren Wortschatz aufgenommen worden ist, wurde wegen eines Zankapfels im eigentlichen Sinn des Wortes nötig.  

Heute gebrauchen wir den Ausdruck „der Zankapfel sein“ für einen Anlass zum Streit bzw. für den Gegenstand einer Auseinandersetzung. Im Mythos handelte es sich tatsächlich um einen Apfel: um einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „Für die Schönste“, den Eris, die Göttin der Zwietracht, beleidigt unter die göttlichen Gäste einer Hochzeit warf, zu der sie (aus gutem Grund!) nicht eingeladen war. Die drei mächtigsten Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite zankten sich um den Apfel und so kam es, dass Paris urteilen und den Zankapfel werfen musste – nicht ahnend, welche verheerenden Folgen sein Urteil haben würde.  

Zwei interessante Details aus anderen Disziplinen:

  • Der größte bekannte Zwergplanet, der 2005 entdeckt wurde und einen Streit über Plutos Status eines Planeten auslöste, wurde passenderweise „Eris“ genannt.
  • Die Einbeere, lat. „Paris quadrifolia“, hat ihren Namen vom Paris-Urteil: ein Mensch (Paris), eine Blüte/eine Beere, wird von vier Gottheiten (Hermes, Hera, Athene, Aphrodite), von vier Blättern, umgeben.

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Eine andere Sprachgeschichte

Humorvolle Etappen der deutschen Sprachgeschichte

Der „Verein für Sichwichtigtun im Namen der Sprache Deutsch“, der auf seiner Homepage sarkastisch-humoristische Artikel zur deutschen Sprache und zum Sprachgebrauch präsentiert, widmet sich in einem umfangreichen Beitrag der deutschen Sprachgeschichte auf unkonventionelle Art. Dabei wird klar, dass die Bedeutung von Konrad Duden in „herkömmlichen“ Sprachgeschichten bislang unterbewertet und Karl-Heinrich Koma glatt vergessen wurden. Einige „Eckdaten“ dieser Sprachgeschichte sollen hier präsentiert werden.

1870 Konrad Duden erfindet die Sprache Deutsch. Einen ganzen Tag lang braucht er dafür, aber am Abend hat er es endlich geschafft - und kann noch vor 20 Uhr in sein Bettchen hüpfen und dann schlafen.

1874 In einer noch anderen Stadt wohnt Karl-Heinrich Koma. Er erfindet einen kleinen unscheinbaren Strich, den er einfach nur „das Koma” nennt. Weil er sich mit seinem kleinen Strich so wichtig macht, wird er von seinen Nachbarn böse ausgelacht - seine Familie hält jedoch zu ihm.

1876 Karl-Heinrich Koma stirbt. Nach seinem Tode führt seine Tochter Nadja das Lebenswerk ihres Vater's fort. Sie gründet das „Deutsche Koma-Institut” und entwickelt ein umfassendes REGELWERK für die Anwendung des Koma's, die so genannten „Koma-Regeln”.

1880 Zusammen mit dem Bernstein-Zimmer wird das Koma aus Deutschland geraubt und taucht 4 Jahre später in Russland als „Komma” wieder auf.

1884 Konrad Duden erkennt die Wichtigkeit von Punkt und Komma - und möchte beide in die Sprache Deutsch eingliedern. Den Punkt bekommt er von August Mackensen geschenkt, doch das Komma befindet sich noch immer im Besitz der Russen. Konrad Duden möchte den Russen deshalb das Komma abkaufen, doch die Russen möchten lieber tauschen. Sie erhalten im Tausch für das Komma einen Teil Nord-Amerika's, nämlich Alaska, welches sie 2 Jahre später - bei einem weiteren Tauschgeschäft - an die USA weitergeben.

1918 Deutschland beginnt und verliert den Ersten Weltkrieg, darf die Sprache Deutsch aber behalten.

1939 Der Zweite Weltkrieg hat begonnen. Fritz von Langenscheidt erobert mit einer Hand voll Soldaten Elsass-Lothringen und führt dort - gegen den Widerstand der französischen Bevölkerung - die Sprache Deutsch ein.

1945 Der Zweite Weltkrieg fordert viele Opfer. Zeitweise bricht die Versorgung der Soldaten mit Ausrufungs-Zeichen zusammen. Die ersatzweise verwendeten Frage-Zeichen führen zu Verwirrungen unter den deutschen Soldaten - und Deutschland verliert deshalb den Krieg.

 

Die gesamte Geschichte der Sprache Deutsch" finden Sie unter http://www.sichwichtigtun.de

 

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Von Jaguar bis Zehenbär

Christian Morgensterns Monatsnamen

Ein Jahr lang widmete sich das Wunderland Deutsch den deutschen Monatsnamen, ihrer Herkunft und ihren Varianten. Zum Ausklang dieser Reihe soll Christian Morgenstern zu Wort kommen, um uns zu erklären, „Wie sich das Galgenkind die Monatsnamen merkt“.

Jaguar
Zebra
Nerz
Mandrill
Maikäfer
Ponny
Muli
Auerochs
Wespenbär
Locktauber
Robbenbär
Zehenbär.

 

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