lmnt

Wörter aus Aussprachesilben 

Die einzelnen Buchstaben a, b, c … sprechen wir aus wie a – be – ze – de – e – ef – ge – ha – i – jot – ka … usw. So lässt sich aus den Aussprachesilben ha für h, u für u und be für b beispielsweise ha-u-be = Haube oder aus en für n und te für t en-te = Ente zusammenfügen. Aus lb wird Elbe, aus qp Coupé, aus bid beide oder aus tur teuer.

Im Folgenden gibt es eine Auswahl längerer Wörter, die man auf diese Art bauen kann: 

  • Sechs Buchstaben (wenn ausgesprochen): slei, ghb, gwb, trn (= Es-el-ei, Ge-ha-be, Ge-we-be, te-er-en)
  • Sieben Buchstaben (wenn ausgesprochen): bhun, ghun (= be-ha-u-en, ge-ha-u-en)
  • Acht Buchstaben (wenn ausgesprochen): lmnt (= El-em-en-te)
  • Zehn Buchstaben (wenn ausgesprochen) und damit das längste Wort, wenn jede Silbe nur einmal zugelassen wird: btiguc (= Be-te-i-ge-u-ze; ein Stern)

aus: Cus: „Der Coup, die Kuh, das Q. Das erstaunlichste Deutsch-Buch aller Zeiten"

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Sonntag

Der Tag, den wir der Sonne widmeten

Bei der alt- und mittelhochdeutschen Bezeichnungen sunnūn tag bzw. sun[nen]tac handelt es sich genauso wie bei dem englischen Wort Sunday und dem schwedischen söndag um Wiedergaben und Entlehnungen des lateinischen dies Solis (Tag der Sonne). Die Bezeichnungen in den romanischen Sprachen  (z.B.  französisch dimanche und spanisch domingo (= Tag des Herrn) gehen auf christlichen Einfluss zurück und ersetzten den heidnischen Namen. 

Was noch wissenswert ist:

Ursprünglich bezeichnete der Begriff Sonntagskind eine Figur der europäischen Volkskunde. Er machte einen massiven Bedeutungswandel  vom „Geisterseher“ hin zum „Glückskind“ durch.

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Blumige Redensarten

Herzliche Valentinstagsgrüße!   

Wenn Blumen Hochsaison haben, soll dies als Anlass dienen, sich auch ihre sprachlichen Funktionen in Erinnerung zu rufen.  

Das Wunderland Deutsch entbietet Ihnen zum Valentinstag herzliche Grüße und die folgenden blumigen Redensarten.

  • etwas durch die Blume sagen: jemandem etwas (meist etwas Negatives) vorsichtig zu verstehen geben
  • etwas verblümt sagen: jemandem etwas durch Anspielungen zu verstehen geben (Gegenteil: etwas unverblümt sagen: jemandem die Wahrheit ohne Umschweife ins Gesicht sagen)
  • wie eine Blume auf dem Mist stehen: jemand ist fehl am Platz, passt nicht in seine Umgebung
  • von einer Blume (oder Blüte) zur anderen flattern wie ein Schmetterling: Beschreibung einer Person mit vielen Affären
  • aus jeder Blume Honig saugen wollen: überall seinen Vorteil suchen
  • eine Blume, die im Dunkeln blüht: Sinnbild für Verborgenheit und Bescheidenheit
  • jede Blume verliert zuletzt ihren Duft: alles Schöne vergeht

 Tipp: Wer vergessen hat, Blumen zu besorgen, kann sich vielleicht mit einem Strauß gebundener Redensarten behelfen!

 

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Deutsch XXL

Eine Größe für sich  

Das Deutsche ist zusammen mit dem Luxemburgischen die einzige Sprache, in der Substantive und nominal gebrauchte Wortarten generell groß geschrieben werden. 

Geschichte der Großschreibung 

Ursprünglich dienten die Großbuchstaben als Mittel, um die äußere Form, das Aussehen des geschriebenen Textes zu gestalten (z.B. Überschriften, Initialen). Seit dem 13. Jahrhundert wurden mit ihrer Hilfe Eigennamen und Amtsbezeichnungen hervorgehoben (König, Kaiser …). Im Barock schließlich brach eine regelrechte Flut von Großbuchstaben los, um Wörter besonders zu betonen. Es gibt beispielsweise kaum einen Druck aus dieser Zeit, in dem das Wort „Gott“ nicht in Großbuchstaben geschrieben ist. Im Laufe der Zeit bildeten sich die heute gebräuchlichen Regeln heraus, an denen die Aufklärung mit ihrer Auffassung, dass das Substantiv das „Hauptwort“ sei und so große Aufmerksamkeit verdiene, nicht unwesentlich beteiligt war.

Diskussion um die Großschreibung

In der Frage, ob die generelle Großschreibung Hilfe oder eine Erschwernis darstellt, scheiden sich die Gemüter. Die einen hätten sie liebend gern im Zuge der Rechtschreibreform von 1996 zu Grabe getragen und empfinden sie als zusätzlichen Ballast im Dschungel der Orthographie, da die Regeln zur Groß- und Kleinschreibung vielfältig und oft auch für Muttersprachler undurchsichtig sind. Die anderen argumentieren mit Untersuchungen, in denen gezeigt werden konnte, dass ein Text mit groß geschriebenen Substantiven schneller lesbar ist und sich für das Querlesen besser eignet. Das Auge kann sich an den markanten Stellen im Text, den Großbuchstaben, festhalten, wodurch das Lesen erleichtert wird. 

 

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Närrische Begrifflichkeiten

Von Karneval, Fastnacht und Fasching 

Karneval

Der Begriff „Karneval“ wird erst seit dem 17. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum verwendet. Er stammt vom italienischen „carnevale“, dessen Herkunft nicht geklärt ist. Man vermutet, dass es sich um eine Umdeutung von mittellateinisch „carnelevale“ („Fleischwegnahme“; während der Fastenzeit) oder lateinisch „carrus navalis“ („Schiffskarren“, die bei festlichen Umzügen zur Wiedereröffnung der Schifffahrt im Frühling verwendet wurden) handelt.

Fastnacht, Fasnacht, Fastelabend

Der in weiten Teilen Deutschlands und der Schweiz gebräuchliche Begriff „Fastnacht“ bedeutet „Vorabend der Fastenzeit“ und leitet sich vom mittelhochdeutschen Ausdruck „vastnaht“ (in der Bedeutung „Vorabend“; um 1200) ab. Es ist bis jetzt ungeklärt, ob der in frühneuhochdeutsch „fasel“ („gedeihen, fruchtbar sein“) enthaltene Stamm mit der Bedeutung „Fruchtbarkeit“ in das heutige Wort mit herein spielt.

Fasching

Die süddeutsche Bezeichnung für Fastnacht, „Fasching“, stammt vom mittelhochdeutschen Wort *vast-ganc („Fastenprozession“). Eine Verbindung gibt es auch zum mittelhochdeutschen Wort „schanc“, das „schenken“ bedeutet und auch im Sinne von „Ausschenken des Fastentrunks“ verstanden wurde.

Was noch wissenswert ist

Es gibt nicht viele Redensarten zu Fastnacht, Fasching und Karneval, was verwundert, wenn man den hohen Stellenwert dieser Festzeit betrachtet. Die wenigen, die zu finden waren, sind „Hinterher kommen wie die alte Fastnacht“ und „Hier ist alle Tage Fastnacht“. Erstere bedeutet, dass jemand zu spät kommt, die zweite meint, dass es ständig so närrisch zugeht wie sonst nur im Karneval.

 

 

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Die zehn schwierigsten Grammatikthemen

Stolpersteine der deutschen Sprache

Wie schon Mark Twain befand, haben Deutschlerner mit einigen grammatikalischen Strukturen und Phänomenen mehr Probleme als mit anderen. Wo diese Probleme liegen, hängt in erster Linie davon ab, welche Muttersprache der Lerner spricht, welche anderen Sprachen er bereits gelernt hat und mit welcher persönlichen Einstellung er an das Unterfangen „Jetzt lerne ich Deutsch“ herangeht. Die Meinungen darüber, welche Grammatikthemen zu den schwierigsten der deutschen Sprache gehören, gehen weit auseinander: von Adjektivdeklination und Höflichkeitsform  über Funktionsverbgefüge, Imperativ und Genusregeln bis hin zu Groß- und Kleinschreibung und trennbaren Verben.

Eine definitive Liste der zehn schwierigsten Grammatikthemen kann es nicht geben, aber im Folgenden findet sich eine Zusammenstellung, eine „Hitparade“ der am häufigsten als schwierig bewerteten Bereiche der deutschen Sprache.

  1. Genussystem
  2. Wort- und Satzstellung
  3. Verbakkumulationen*
  4. Verben mit Vorsilben, Modalpartikel
  5. Präpositionen, Deklination
  6. Konjunktiv I, II, indirekte Rede
  7. reflexive Verben, Konjugation der starken Verben und Mischverben
  8. Komposita, Adjektivdeklination
  9. Pluralformen, Verwendung von „es“
  10. Passiv, Pronomen**

* Ein Beispiel eines Forumsteilnehmers: „Derjenige, der denjenigen, der den Pfahl, der an der Brücke, die an der Straße, die nach Bremen führt, liegt, steht, umgeworfen hat, anzeigt, erhält eine Belohnung.“

** Zu den Relativpronomen im Genitiv (deren, dessen) meinte ein Forumsteilnehmer, dass diese Konstruktion sogar seinem deutschen Freund zu schwierig sei: „Imagine: a grammatical construct that the German mind finds too complicated!“

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